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OFFENER BRIEF AN EU-PRÄSIDENT JUNCKER:

WISSENSCHAFTLER FORDERN ZULASSUNG GENTECHNISCH VERÄNDERTER PFLANZEN AUF BASIS DEMOKRATISCHER UND WISSENSCHAFTSBASIERTER ENTSCHEIDUNGEN

 

 

12.Juni 2017

Mit einem als offener Brief adressierten Plädoyer für kohärente Entscheidungen in der EU wenden sich namhafte Wissenschaftler aus dem nationalen und internationalen Umfeld an den EU-Präsidenten Juncker. Sie appellieren an die Institutionen der EU, demokratische und rechtsstaatliche Prinzipien einzuhalten und fordern in diesem Zusammenhang die noch immer ausstehende Zulassung dreier gentechnisch veränderter Maissorten (MON810, 1507 und Bt11) für den kommerziellen Anbau.

 

Nachdem die  Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) nach eingehender wissenschaftlicher Prüfung keine Risiken für Umwelt oder Gesundheit festgestellt hat, wurde deren Zulassung zum Anbau von der EU-Kommission bereits im vorgeschlagen. Im Rahmen des Komitiologieverfahrens für die Zulassung werden die EU-Mitgliedsstaaten beteiligt. In diesem Zusammenhang kritisieren die Wissenschaftler, dass einzelne Mitgliedsstaaten hier immer wieder durch Enthaltungen statt Abgabe eindeutiger Stimmen für oder gegen eine Zulassung  die eigene Verantwortung an die EU-Kommission abschieben: „Wer als Teil einer Gemeinschaft durch sein eigenes Abstimmungsverhalten wiederholt klare Entscheidungen verhindert – wissend, dass die EU-Kommission nach den gemeinschaftlich festgelegten Regeln somit in Entscheidungspflicht ist – wird der ihm übertragenen Verantwortung nicht gerecht“, heißt es in dem Schreiben der Wissenschaftler.

 

Die Unterzeichner bitten den EU-Präsidenten, nach den für alle EU-Mitglieder geltenden Prinzipien zu handeln und eine entsprechende Zulassung auszusprechen. Denn das gesamte System der EU, so der Appell,  könne nur funktionieren, „wenn sich alle Mitgliedstaaten an die von allen vereinbarten Regeln auch halten“, um schlussendlich auch Willkür zu vermeiden.

 


BIOWISSENSCHAFTLER ZUR DEBATTE UM DIE ÄNDERUNG DES GENTECHNIKGESETZES

 

13. Dezember 2016

Hintergrund
Die EU hat in ihrer Richtlinie 2015/412 Mitgliedsstaaten die Möglichkeit eingeräumt, den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen zu verbieten, auch wenn nach umfassender wissenschaftlicher Prüfung durch die Europäische Behörde für Lebenssicherheit (EFSA) die Unbedenklichkeit für Mensch und Umwelt bescheinigt wurde und eine  Anbauzulassung in den Mitgliedstaaten durch die EU-Kommission besteht. 

Die Umsetzung dieser Richtlinie („Opt-out-Richtlinie“) in nationales Recht wird derzeit kontrovers diskutiert. Hierzu liegt ein Entwurf des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vor, der bereits vom Bundeskabinett verabschiedet wurde und am 16.12.2016 im Bundesrat beraten wird.

Dieser Entwurf der Bundesregierung nimmt in §16(2) „den Anbau gentechnisch veränderter Organismen zu Forschungszwecken im Rahmen des Inverkehrbringens“ explizit aus. Gleichwohl erfüllt uns die derzeit wenig rational geführte Debatte als Wissenschaftler mit großer Sorge:

(...)

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Biowissenschaftler zur Debatte um die Änderung des Gentechnikgesetzes
161213_statement_Biowissenschaftler (2).
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Züchtung 3.0 – moderne Züchtungstechniken für die Nutzpflanzen der Zukunft

 

13. November 2015
Vor 10.000 Jahren bereits begannen die Menschen, Pflanzen zu kultivieren - und auch zu selektieren: Denn nur jene Pflanzen wurden weiter gezüchtet, die sich für sie als vorteilhaft erwiesen. So entstanden alle unsere heutigen Nutzpflanzen (…)

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Züchtung 3.0 – moderne Züchtungstechniken für die Nutzpflanzen der Zukunft
20151113-Zuechtung-3_0–moderne-Zuechtung
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Stellungnahme zur Publikation „Genetically modified soybean in a goat diet: Influence on kid performance”
von Tudisco et al. (2015)

 

04. März 2015

Wissenschaftlerkreis Grüne Gentechnik e.V. (WGG), Frankfurt/ Main

In der Publikation „Genetically modified soybean in a goat diet: Influence on kid performance” von Tudisco et al. (2015) (1) werden Unterschiede in den IgG-Gehalten von Kolostralmilch (Biestmilch), Serum sowie in den Schlachtgewichten der Ziegenlämmer nach Fütterung von gv-Soja (MON 40-3-2) im Vergleich zur Kontrolle aufgezeigt. (…)

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Stellungnahme zur Publikation „Genetically modified soybean in a goat diet: Influence on kid performance” von Tudisco et al. (2015)
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„Frag die Möhre – Landwirtschaft: Grundlagen“
Neuestes Heft aus der Reihe „Frag’ die Erbse –
Das 1x1 der Pflanzenforschung“ online abrufbar!

 

Do | 13. November 2014

Die bislang dreiteilige Reihe „Frag die Erbse“, die aus den Heften

· Frag die Erbse – Grundlagen und Geschichte
· Frag die Gerste – Pflanzenzüchtung
· Frag die Pflaume – Ökologie und Umwelt

bestand, ist um „Frag die Möhre – Landwirtschaft: Grundlagen · Geschichte“ erweitert worden.

Frag die Erbse

Hier haben Sie die Möglichkeit, die Hefte als PDF herunterzuladen:
www.mpimp-golm.mpg.de/6866/flyer

 

Frag’ die Erbse
Das 1x1 der modernen Pflanzenforschung

„Frag die Erbse“ ist eine Broschürenreihe, die sich mit der modernen Pflanzenforschung und Grüner Gentechnik beschäftigt. Um diese komplexe Thematik in ihrer Gesamtheit zu verstehen, benötigt man gewisse Grundkenntnisse. Um Grüne Gentechnik objektiv beurteilen und bewerten zu können, muss sie in den Zusammenhang gestellt werden mit natürlich ablaufenden Vorgängen und mit anderen Techniken, die bereits seit langer Zeit eingesetzt und genutzt werden.

Neben den Grundlagen und der Geschichte der Pflanzenforschung, werden die Themen Pflanzenzüchtung Ökologie und Umwelt sowie Landwirtschaft erläutert. Jede der vier Broschüren bildet einen abgeschlossenen Themenbereich ab.

Die Idee

Außerhalb der emotional geführten Pro und Kontra Diskussion gleichermaßen wissenschaftlich fundierte wie allgemeinverständliche Informationen zum Thema Pflanzenforschung und Grüne Gentechnik vermitteln.

Das Ziel

Grundlagen anschaulich erklären. Zusammenhänge allgemeinverständlich darstellen. Eine fundierte Basis für jeden schaffen, der sich eine eigenständige Meinung über die angesprochenen Themenbereiche bilden möchte.

Die Herausgeber

Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie
Max-Planck-Institut für chemische Ökologie
Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung
Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung
Hochschule für Wirtschaft und Umwelt, Nürtingen-Geislingen
Wissenschaftlerkreis Grüne Gentechnik e.V. (WGG), Frankfurt/Main

Eine kritische Replik auf die Langzeitfütterungsstudie von Séralini et al.(2012)

 

April 2013

Prof. Klaus-Dieter Jany

Die Langzeitfütterungsstudie (1) von Séralini et al wurde der Öffentlichkeit im September 2012 mit für eine wissenschaftliche Arbeit ungewöhnlich hohem PR-Aufwand vorgestellt.
Die Ergebnisse erregten sowohl großes mediales Aufsehen, als auch Interesse bei NGO und in der Wissenschaft. Gentechnikkritiker (2,3) sahen den wissenschaftlichen Beweis für die Gefährlichkeit von Lebensmitteln aus gentechnisch veränderten Organismen (GVO). Viele Vertreter aus der Wissenschaft reagierten wiederum schockiert. (…)

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Eine kritische Replik auf die Langzeitfütterungsstudie von Séralini et al.(2012)
20130409_seralini_replik_ja.pdf
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Replik zu den Veröffentlichungen der deutschen Imkerverbände zum Vorschlag der Europäischen Kommission zur Änderung der Richtlinie 2001/110/EG über Honig

 

November 2012

Klaus-Dieter Jany und Eberhard Höfer

Die EU-Kommission hat am 21.09.2012 einen Entwurf zur Änderung der Honigrichtlinie 2001/11/EG veröffentlicht [1]. Auf diesen Entwurf haben die deutschen Imkerverbände[ 2] und unterstützende Bünd- nisse [3] mit gleichlautenden Pressemeldungen reagiert. In einer Stellungnahme vom 08.10. 2012 ha- ben die deutschen Imkerverbände[4] den Kommissionsentwurf kritisch diskutiert. (…)

 

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Replik zu den Veröffentlichungen der deutschen Imkerverbände zum Vorschlag der Europäischen Kommission zur Änderung der Richtlinie 2001/110/EG über Honig
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Anmerkungen zu SPD Antrag „Chancen der Biotechnologie nutzen – Risiken meiden“

 

So | 04. Dezember 2011
Mit einem gemeinsamen Schreiben reagierten Vertreter verschiedener wissenschaftlicher Einrichtungen auf den Antrag zum Bundesparteitag 2011 der SPD „Chancen der Biotechnologie nutzen – Risiken meiden“ (...)

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Anmerkungen zu SPD Antrag „Chancen der Biotechnologie nutzen – Risiken meiden“
20111207_stell_AnmerkungenSPDAntrag.pdf
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